
»Das ist ein gutes Argument«, räumte Rognir ein. »Aber welche Sicherheit habe ich, daß du dein Wort halten wirst? Alles, was ich habe, ist dein Versprechen, daß ich mich auf dein Wort verlassen kann, wenn ich dein Angebot annehme. Nehme ich es dagegen nicht an, habe ich immer noch alle meine Edelsteine.«
»Ich kann das Angebot unwiderstehlich attraktiv für dich machen«, sagte Azzie. »Anstatt mich an die im Bankgeschäft üblichen Konditionen zu halten, werde ich dir deinen Gewinn im voraus auszahlen.«
»Meinen Gewinn? Aber ich habe doch noch gar nicht bei dir investiert.«
»Das ist mir klar. Deshalb werde ich dir als Anreiz schon jetzt die Jahreszinsen zahlen, die du erhältst, wenn du bei mir investier st.«
»Und was muß ich dafür tun?«
»Öffne einfach die Hände.«
»Also, na gut«, gab Rognir nach, der – wie die meisten Zwerge – der Aussicht auf einen Gewinn nicht widerstehen konnte.
»Hier, für dich«, sagte Azzie. Er gab Rognir zwei der kleineren Diamanten, einen Rubin mit winzigen Verunreinigungen und drei vollkommene Smaragde.
Rognir nahm sie entgegen und betrachtete sie unschlüssig. »Aber sind das denn nicht meine?«
»Natürlich! Das ist dein Gewinn!«
»Aber die haben mir doch schon vorher gehört!«
»Ich weiß. Aber du hast sie mir geliehen.«
»Habe ich das? Ich kann mich nicht daran erinnern.«
»Du erinnerst dich doch daran, daß du den Gewinn akzeptiert hast, den ich dir angeboten habe, nicht wahr?«
»Natürlich. Wer würde schon einen Gewinn ablehnen?«
»Du hast dich ganz richtig entschieden. Aber dein Profit beruht darauf, mir die Steine zu leihen, um daraus Profit zu schlagen. Jetzt hast du ein paar davon zurückbekommen. Und trotzdem schulde ich dir immer noch diejenigen, die ich dir gerade zurückgegeben habe, wie den ganzen Rest. Sie sind die erste Rate. In einem Jahr wirst du alle zurückbekommen. Und du hast bereits den Gewinn eingestrichen.«
