
Azzie konnte mit diesem vulgären Aberglauben nichts anfangen. Er wußte, daß das Spiel der Menschheit noch lange nicht ausgespielt war. Es würden noch viele tausend Jahre lang Wettkämpfe wie der kurz bevorstehende stattfinden, so wie es sie schon seit Jahrtausenden in der Vergangenheit gegeben hatte, auch wenn im Gedächtnis der Menschen nur äußerst verworrene Erinnerungen daran zurückgeblieben waren.
Schließlich wurde Azzie müde und zog sich auf sein Zimmer zurück. Es blieb noch etwa eine halbe Stunde bis Mitternacht. Er rechnete nicht damit, daß Hye oder Agatha wiederkommen würden. Sie schienen nicht aus dem richtigen Holz geschnitzt zu sein. Trotzdem beschloß er, aus Gründen der Höflichkeit wach zu bleiben.
Die Minuten schleppten sich dahin, und Stille legte sich über das Dorf. Dies war die Zeit, die Azzie am meisten liebte, wenn die Mitternacht unmittelbar bevorstand, sich das Erscheinungsbild der Welt veränderte, die freundliche Abenddämmerung vergessen und die erlösende Morgendämmerung noch fern war. In diesen Stunden zwischen Mitternacht und Morgendämmerung fühlt sich das Böse am wohlsten, ist am unternehmungslustigsten und verspürt das größte Bedürfnis nach unerhörten Taten und Sünden, den größten Drang, die alles durchdringenden Perversionen zu erschaffen, die ständig erneuert werden müssen und die Seele des Bösen entzücken.
